Steiner Gärdla, Stein

Die Deutenbacher Straße ist nicht gerade die ruhigste Straße in Stein. Vermutlich eher die zweitstärkstbefahrene – und das gereicht einem direkt an selbiger gelegenen Biergarten nicht gerade zum Vorteil. Daran gemessen ist der Makel, dass die Aussicht nicht in alle Richtungen gleich schön ist, vergleichsweise gering.
Diese beiden Faktoren liegen nun aber außerhalb des Einflussbereiches der Betreiber, denn alles was innerhalb liegt, hat man ganz augenscheinlich richtig gemacht:

Angelegt in einem “Mischwald” aus Nadel- und Laubbäumen, Sträuchern und Topfpflanzen macht das Gärdla schon beim Eintreten einen sympathischen Eindruck. Das Platzangebot ist reichhaltig, auch ein überdachter Pavillon steht zur Verfügung, falls das Wetter mal überraschend umschlagen sollte. Kinder können sich austoben in einer eigenen Schaukel- und Spielecke.

Kulinarisch weht hier die italienische Flagge; es gibt Pizza, Pasta, Salate und noch einige wechselnde Gerichte auf der Tageskarte. Sämtliche Speisen und Getränke erhält man via Selbstbedienung, fertiggestellte Gerichte werden ausgerufen. Gekocht wird einfach, aber ordentlich und zu genehmen Preisen. Und die unkristalline Gutmann-Weizenpalette wird angemessen duch ein Erdinger-Kristall ergänzt.

Nimmt man dies alles zusammen und dann noch das recht nette Personal dazu, findet man, sofern einen der Straßenverkehr nicht allzusehr stört, hier einen wunderbaren Biergarten; ganz gleich ob für den familiären Sonntag-Mittag oder für den gemütlichen Feierabend!

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Zum Frank, Fürth

Zum Frank, so nennt sich schlicht die Gaststätte des Gartenbauvereins Fürth e.V. an der Espanstraße. In der Vergangenheit schon des öfteren dran vorbeigeradelt, aber immer entweder in Eile, mit vollem Bauch, oder bei schlechtem Wetter, oder.

Und heute – endlich – haben wir sie heimgesucht und sogleich bereut:
Bereut, dies nicht schon viel früher getan zu haben.
Denn – dieses Kleinod hat alles, was ein ungezwungener und angenehmer Feierabend braucht: Lauschige Plätze unter 3 mächtigen Ahornen, wahlweise Bierbänke oder Tische mit Stühlen, eine überschaubare Karte, angenehme Preise, eine ziemlich nette Bedienung und – Kristallweizen.

Die Atmosphäre wird im wesentlichen durch die schon erwähnten Bäume getragen, die auch zur Mittagszeit genügend Schatten spenden dürften. Den Verkehr auf der gut 50m entfernten Espanstraße haben wir nur gelegentlich wahrgenommen, das Vogelgezwitscher war meistens lauter.

Auf der Karte sollte eigentlich jeder etwas finden, zur Auswahl stehen die üblichen Standard-Gerichte. Die Preisspanne reicht von 0,00€ (Schnorrerteller) bis knapp 11 € für den großen Grillteller. Die getesteten Bratwürste auf Kraut sowie das Schweineschnitzel waren ok, allein der Kartoffelsalat wollte mich nicht recht überzeugen. Soll heißen: Hier sind unbedingt weitere Tests vonnöten.

Ach ja… hab ich schon die ziemlich nette Bedienung erwähnt?

 

Gaststätte Gartenbauverein – Zum Frank

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Brunchen bei Alex (FÜ)

Gleich zweimal in Franken, nämlich sowohl in Nürnberg als auch in Fürth gibts den/das Alex. Darüberhinaus auch noch weitere 34 mal im Rest der Republik verteilt, aber das soll uns nicht weiter interessieren.
Bei Alex handelt es sich um Konzeptgastronomie, die von allem ein wenig sein will: Frühstückslounge, Familienrestaurant, Kneipe, Cocktailbar… und es dabei meiner Meinung nach nicht geschafft hat, ein eigenes Profil zu entwickeln. Wie auch, bei diesem Anspruch. Beim erstmaligen Betreten wirkt das Ambiente angenehm, aber unaufregend. Irgendwie schon gefällig, aber auf eine etwas belanglose Art; es bleibt nichts in Erinnerung, was man beschreiben könnte/möchte. Darüberhinaus machte sich – spätestens als der Laden so richtig voll war – die Raumakkustik ein wenig unangenehm bemerkbar, und das lag absolut nicht an der unmittelbar an unseren Tisch angrenzenden Kinderspielzone: Es war – irgendwie – laut.
So zumindest unser Eindruck, als am vergangenen Sonntag eine Verkostung des dort angebotenen Frühstücksbrunches stattfand.

Dieses indes machte sowohl spontan als auch im Nachhinein einen sehr guten Eindruck: Eine reichhaltige Auswahl an allem, was ein ordentliches Brunch ausmacht:  Wurst, Käse, Marmelade, Müsli, Mousse, Joghurt (aber leider kein Kaiserschmarrn!)… dazu deftigen Braten, Kartoffeln, zwei Sorten Rührei, Salate und einiges mehr.
Qualitativ und geschmacklich gab es nichts auszusetzen, entsprechend wurde bis zum Anschlag geschlemmt.
Das Ganze war sauber und übersichtlich angerichtet; es gab auch bei größerem Andrang kein Gedränge und bis auf einen kurzen Engpass bei den Teelöffeln und den Windbeuteln keine nennenswerten Ausfälle. Die Bedienungen bedienten flott, freundlich und souverän.

Eine besondere Erwähnung verdienen die Sessel: Schon beim ersten Hinsetzen verspürt man Wonne an Gesäß und Rücken; beschließt, so schnell nicht mehr aufzustehen und bedauert alsbald, einem Brunch beizuwohnen und würde viel lieber bedient werden.

Der Preis ging mit 9,80€ für das Brunch (ohne Getränke) ebenfalls in Ordnung. Somit stünde einer gelegentlichen Wiederholung dieses Besuches – vielleicht wenns mal wieder Kaiserschmarrn gibt – nichts im Weg.

Alex

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Sabberlodd, Nürnberg II (das Sequel)

Hier gehts zu Sabberlodd I

Wie bei allen Sequels gibt es – verglichen mit dem Original – etwas zu bemängeln. Allerdings weder die gewohnt hohe Qualität noch die breite Auswahl der kredenzten Speisen, noch das herausragende Preis/Leistungs-Verhältnis.
Die Rahmenhandlung, die Animation und die Spezialeffekte waren also OK.

Es haben sich allerdings ein paar kleine Regie- und Produktionsfehler eingeschlichen, die zu unnötigen Längen im mehrstündigen Handlungsstrang führten: Entweder war beim Gang zum Buffet kein Besteck vorhanden, beim nächsten Mal fehlten Teller oder Tassen oder auch mal alle 3 notwendigen Utensilien.

Deshalb ergeht an alle BGT-Leser ein (inoffizieller) Spendenaufruf: Poltergeschirr zu Brunch-Equipment!
Nichtsdestoweniger war auch der 18.3. ein gelungener Brunch-Vormittag. Und mit einer Aufstockung des Werkzeugkastens klappts dann auch reibungsloser in der Biergartensaison, die an jenem Tag schon ansatzweise begonnen hat.

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(Beim) Königshof, Nürnberg

Meine erste, dem tollen Frühlingswetter gehuldigte Sonntags-Radtour führte mich heute am Rhein-Main-Donau-Kanal entlang, selbigen an der Nürnberger Schleuße überquerend und an Uschis gutbesuchtem Treff vorbei. Diesem soll bei Gelegenheit noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden; heute jedoch ging es kurz weiter geradeaus, dann links weg und entlang der Reststoffdeponie zum Königshof. Bevor ich mich dort niederließ, noch ein kleiner Schwenker zum Weißen Häusla, um mich dessen Weiterexistenz und Wohlbefinden zu vergewissern: Offensichtlich alles bestens.

Der heutige Königshof ist die erwachsen gewordene ehemalige Kantine der gleichnamigen Kleingartenanlage und den Älteren vielleicht auch noch als der Hungerbrunnen bekannt. Die Gaststätte besitzt neben dem Gastraum noch einen feinen Winter-, sowie einen gemütlichen Biergarten. In dessen hinterem Teil ist derzeit der wundervoll üppige Osterbrunnen (nebst “Eiermarkt” und Kanichengehege) zu bestaunen.

Im Grunde wollte ich mir ja nur ein Erfrischungsgetränk erlauben, aber als dann beim Servieren des Weizens nebenan ein gebackener Karpfen aufgetragen wurde, blieb mir – mal wieder – keine Wahl.

Der so gesehen überflüssige – aber aus Testgründen obligatorische – Blick in die Karte offenbarte eine etwas gehobene Küche mit einer guten Auswahl an fränkischen und mediterranen Speisen. Die Spanne für Hauptgerichte reicht dennoch vom günstigen Schweinebraten für 7,50€  bis ca. 24€ für das argentinische Steak. An der Getränkeauswahl gibt es auch nichts auszusetzen: Die Biere kommen aus Kulmbach – es gibt auch mein heißgeliebtes Kristall, darüberhinaus eine ordentliche Auswahl an Säften und Spirituosen.

Der Karpfen kam nach angenehm kurzer Wartezeit mit einem sehr leckeren gemischten Salat. Der Fisch war außen cross, innen butterzart, kam aber nicht ganz an einen kürzlich andernorts (aber nicht weit: 5,3km Luftlinie – Bericht wird gelegentlich nachgereicht) vertilgten Pfefferkarpfen heran.

Abschließend bleibt zu bemerken, dass die Autobahn die ganze Zeit über gut, aber für mich gerade noch unterhalb der Störschwelle vernehmbar war. Die Atmosphäre war sehr angenehm und die Bedienung (abgesehen vom Erstkontakt) flott und freundlich. Ein gelegentliches Wiederkommen im größeren Kreis ist daher mehr als wahrscheinlich.

Gaststätte Beim Könishof

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Sabberlodd, Nürnberg

Gar trefflich – und dazu noch außergewöhnlich günstig – lässt sichs brunchen im Sabberlodd.

Würde nun der Umfang dieser kurzen, aber prägnanten Aussage, welcher quasi umgekehrt proportional ist zum Zufriedenheitslevel, den dieses Brunch bei den Testern hervorrief, nicht mit meinem Empfinden für Ästhetik und Angemessenheit kollidieren – mal völlig abgesehen von einer gewissen, mir eigenen Vorliebe für mittellange und leicht verschachtelte Sätze, die hier ansonsten definitiv zu kurz käme – könnte man es glatt dabei belassen. So aber werde ich halt ein wenig detaillierter:

Angeboten wird im Grunde all das, was man heutzutage beim Brunchen gemeinhin erwartet. Neben Obst, Müsli, Käse, Wurst,  Spiegelei und Bratwürstchen finden sich dann aber auch Leckereien wie Hähnchenteile, Mini-Frühlingsrollen, feinster Eiersalat und Weißwürste (einschließlich Brezen und süßem Senf).
Am Tag unseres Besuches war – wahrscheinlich auf Grund der gerade laufenden Gutscheinaktion – ordentlich was los; alle Tische waren voll belegt und nur mit Reservierung zu bekommen. Dafür kann man – sobald man da ist – auch gleich loslegen; denn Kaffee, Tee u. Kakao stehen bereit, sie sind im Preis von derzeit 10,80€ enthalten.

Die Atmosphäre ist angenehm, wenn auch das Platzangebot nicht übertrieben geräumig ist. Aber bald geht ja wieder die Biergartensaison los und die Tester freuen sich schon auf eine Wiederholung dieses gelungenen Einstandes, dann hoffentlich schon unter freiem Himmel.

Sabberlodd

 

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Zum Schinkenwirt, Hiltmannsdorf

Beinahe Kultstatus genießt der Schinkenwirt bzw. die Schinkenwirtin unter Schnitzelkennern. Auf anderen Plattformen übertrupfen sich die euphorische Lobgesänge gegenseitig, auch ein “Toller Biergarten” wird genannt. Grund genug, dieser Location mal einen Besuch abzustatten und sich selbst ein Bild zu machen.

Der Ausflug begann mit einer herben Enttäuschung. Wenn man statt eines gemütlichen Biergartens einen asphaltierten und teilüberdachten Hof mit einigen Tischen und Stühlen vorfindet, macht auch der Kunstrasen im überdachten Bereich die Sache nicht mehr grün. Gut, man hat alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt, mittels Topfpflanzen und Blumenbalkon eine nette Atmosphäre zu schaffen. Unter den gegebenen Umständen ist das auch einigermaßen gelungen, aber wo Sonne ungebremst auf Asphalt scheint, ist nun mal kein Garten. Soviel dazu.

Wäre nicht von vorneherein klar gewesen, dass das vielgepriesene Schnitzel (gibts wahlweise mit Pommes oder Salaten) bestellt würde, hätte ich mir die Karte wohl genauer angesehen und könnte jetzt etwas mehr über die Speisenauswahl berichten. Werde das gelegentlich nachholen.

Meine erste Reaktion auf die Ankunft des Essens war – ein beifälliges Kopfnicken. Immerhin, denn wenn überall die gigantischen Ausmaße gelobt werden, schnellen die Erwartungen natürlich nach oben und – ja, ich hab flächenmäßig schon größere Schnitzel gesehen. Aber die waren platt geklopft, bis das Fleisch Löcher und Risse bekam. Was hier definitiv nicht der Fall war: Fast zentimeterdick und damit vom Fleischvolumen her durchaus rekordverdächtig war das supersaftige Schnitzel ein sättigender Spaß; die beigelegten Salate – Kartoffelsalat und gemischter Salat – waren auch ok. Das ganze serviert auf einem jener dreigeteilten Portionsteller, die alte Erinnerungen ans Landschulheim wiedererwachen lassen.

Der Preis fürs Schnitzel geht mehr als in Ordnung, bedient wurde freundlich und flott; die Wartezeit auf’s Essen war im üblichen Rahmen.
Zu guter Letzt gibts noch einen Pluspunkt für das Kristallweizen.

Unterm Strich ist der Schinkenwirt in Hiltmannsdorf eine gute Adresse für alle mit einem ordentlichen Appetit, vorausgesetzt, dass sie beim Essen nicht unbedingt idyllische Natur um sich herum haben müssen.

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Gasthaus “Zur Villenkolonie”, Fürth

Das herrliche Spätsommerwetter machte meiner Arbeitsmoral heute schwer zu schaffen. Ein Drang bemächtigte sich meiner, gegen den anzukämpfen mir zunehmends schwerer fiel und schließlich völlig sinnlos erschien. Irgendwann ergab ich mich wohl meinem Schicksal und so finde ich mich dann am späten Nachmittag – nicht wirklich überrascht – in einem Biergarten wieder. Vor mir steht ein leckeres Kristallweizen.

An einen Acker grenzend bietet der Garten einen netten Ausblick. Die hohen Bäume sorgen sicher auch im Hochsommer für eine angenehm schattige Atmosphäre. Doch
die gerade auf den Nachbartisch herabdonnernden Kastanien erzählen vom Herbst. Nächstes Mal vielleicht so einen gelben Bauhelm mitbringen, kommt mir in den Sinn. Aus der Küche dringt das Rauschen der Lüftung, gelegentlich Topfgeklapper. In der Ferne fährt ein Zug vorbei, von der eigentlich näheren Südwesttangete hört man nichts. Oben im Baum schimpft eine Elster.

Die Speisekarte ist übersichtlich und überschaubar. Von allem etwas, von nichts zuviel. Böhmische und fränkische Speisen, eigentlich möchte ich alle gern mal ausprobieren. Aber es ist septembeR und ich hab meinen noch jungfäulichen Karpfenpass dabei, der heute seinen ersten Eintrag bekommen soll. Also wird dementsprechend geordert.

Zur halben Zubereitungs- und Wartezeit werden die Komparsen gebracht: Kartoffel- und Selleriesalat. Beide sind sehr lecker – der Kartoffelsalat noch warm – und beide erleben die Ankunft des Haupdarstellers nicht.
Und der kann sich sehen lassen. Außen schön knusprig, gut gewürzt, innen butterzart. Allemal gut für die eine oder andere Nominierung. Aber die gibts erst im Frühjahr, zum Saisonende.
Und wenn dann die neue Biergartenzeit beginnt, probier ich hier auch ganz bestimmt mal was böhmisches!

Zur Villenkolonie

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Siedlerheim, Nürnberg

Das drohende Ende der Biergartensaison spornt zum Endspurt an und führte uns heute Mittag in das Sielderheim in der Kriegsopfersiedlung.

SiedlerheimDer etwas versteckt in einer verkehrsmäßig recht ruhigen Ecke liegende Biergarten ist fast komplett umbaut und wird allenfalls ein wenig von Fluglärm gestreift. Idyllisch von drei großen Ahornen beschattet gehört er mit seienen 120-150 Sitzplätzen schon zu den größeren Gärten. Die Bewirtschaftung ist griechisch.

Da wir – mal wieder – die einzigen Gäste waren (zumindest draußen) und damit ein hohes Maß an Aufmerksamkeit von Bedienung und Küche genossen,  ging alles recht flott. Die bestellten Speisen kamen in ordentlichen Portionen und waren auch sehr gefällig angerichtet. Geschmacklich gab es nichts auszusetzen, besonders angenehm fielen die zarten Kalamari auf. Die Preise bewegen sich im üblichen Rahmen; unter der Woche gibts einen recht günstigen Mittagstisch und Sonntags wird die griechische Küche durch die klassischen fränkischen Standards ergänzt.

 Siedlerheim

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Eleon, Nürnberg

Ein gerade noch akzeptables Biergartenwetter wurde gestern spontan ausgenutzt, um Garten und Küche des im Kleinweidenmühlweg gelegenen Eleon zu testen. Man saß früher schon, zu Hippels Zeiten, gerne in diesem Biergarten und kann nun – nach einem italienischen Intermezzo – hier wieder griechische Küche genießen. Und die hat es in sich:

Wer die üblichen, von Gratisouzos umrahmten Teller und Platten mit Bergen von Gyros und Souvlaki erwartet, liegt schon mal völlig falsch. Die Art und Auswahl der Speisen erinnert eher an die vom Spanier bekannten Tapas oder an das, was der eine oder andere Griechenlandreisende abseits der touristischen Pfade kennengelernt hat: Lauter erlesene Leckereien, die vergleichsweise sortenrein und einzeln bestellt werden; das Ganze unterteilt in Hauptgerichte und Beilagen. Da kann der Tisch, sofern von mehr als drei oder vier Personen umringt, schnell mal zu klein werden. Die verkosteten Speisen waren allesamt grandios, und entgegen anfangs verspürter Befürchtung waren auch alle drei Tester am Ende satt, ohne für Essen und Trinken viel mehr als gewöhnlich berappt zu haben.
Die Bedienung war freundlich, die Wartezeiten im normalen Rahmen, und der Biergarten…
nun ja, vor lauter Schwelgen in Köstlichkeiten und auch angesichts der grenzwertigen Temperaturen kam man kaum dazu, ihm größere Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Bassd scho’, sag ich jetzt einfach mal und gelobe, beim nächsten Mal besser drauf zu achten!

Eleon

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Alte Veste, Fürth-Zirndorf

Heute gabs endlich mal die Gelegenheit, diese schon länger auf der Wunschliste stehende Lokalität zu testen.
Das idyllisch gelegene Gasthaus ist trotz seiner Lage – quasi mitten im Wald – mit nahezu allen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbar. Der Biergarten liegt fast am Fuß des mächtigen und namensgebenden Aussichtsturms.

Kurz vor Mittag noch mäßig besucht, füllten sich die überwiegend reservierten Tische im Laufe einer Stunde fast vollständig. Die Tester schafften es gerade noch, vor dem Einlauf einer größeren Gesellschaft zu bestellen und wurden rekordverdächtig schnell bedient. Die georderten Speisen (Spanferkelrollbraten und Altbayerisches Schnitzel) waren zwar vergleichsweise lieblos angerichtet, am Geschmack indes gab es nichts auszusetzen. Die anderen Gerichte auf der Sonntagskarte entstammten abgesehen von einer jugoslawischen Spezialität überwiegend der fränkischen Küche; die reguläre Karte bietet darüberhinaus diverse Steaks und weitere Spezialitäten aus dem Balkan an.
Auf den abschließenden Espresso wurde angesichts der am Limit laufenden Bedienungen verzichtet. Den mutmaßlich letzten schönen Biergartensonntag des Jahres haben wohl doch etliche Leute genutzt und dafür (quasi Fazit:) ist die Alte Veste in Zirndorf keine üble Wahl.

Alte Veste

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Kohlenmühle, Neustadt/Aisch

Fast ein wenig schwierig, diesen Artikel einzuordnen: Es gibt zwar einen Biergarten, aber der wurde nicht getestet, sondern nur gesichtet. Außerdem liegt Neustadt nicht gerade im üblichen Fahrradradius um Fürth/Nürnberg. Man möge mir diese Umstände ruhig ankreiden, aber für die Außer-Konkurenz-Liste ist die Location eindeutig zu fränkisch und für eine eigene Liste fällt mir noch keine passende ein. Aber der Reihe nach:

Der sonntägliche Ausflug führte also nach Neustadt an der Aisch, wo man den Beginn der Karpfensaison mit der Verkostung eines ebensolchen sowie mit dem Besuch des dort beheimateten Karpfenmuseums verbinden wollte. Für den Nachmittag/Abend war Schlechtwetter angekündigt. Man einigte sich also darauf, zunächst zu speisen und anschließend das Museum zu besuchen. Nachdem ich vor Jahren schon mal in der Kohlenmühle einen gar köstlichen Karpfen gegessen hatte, wurde diese angesteuert mit der Absicht, selbiges im dortigen Biergarten zu wiederholen.
Ankunft um ca. 13h; der Parkplatz vor dem Anwesen ist beunruhigend voll. Man nähert sich und erblickt zunächst rechterhand einen idyllischen, gepflasterten Innenhof mit Bänken, Tischen und Sonnenschirmen. Links vom Haus liegt der eigentliche Biergarten, halbschattig bebaumt und beschirmt nebst einer kantinenartigen Selbstholundbezahlgleichtheke und einem Spielplatz für die Kinder. Die sich schnell einstellende Befürchtung, den ersehnten Karpfen hier nicht zu bekommen bewahrheitet sich leider, also zieht man um in den Innenhof. Im Grunde das Gleiche ohne Grün.


Ein netter Platz ist schnell gefunden und die Karten sind auch zügig am Tisch. Die für die initiale Getränkebestellung ungewöhnlich lange Laufzeit von ca. 20 Minuten interpretieren wir als Folge des vollen Parkplatzes, offenbar ist der Gastraum ebenso belegt.
Jedenfalls ist das dann erhaltene Bier aus der hauseigenen Brauerei recht lecker. In Erwartung einer abermals längeren Lieferzeit wird voreilig gleich nachbestellt; diesmal dauerte es aber nur eine Minute.
Die Fixierung auf Fisch bzw. Schäuferla hält uns nicht davon ab, die ordentliche Auswahl an weiteren Gerichten auf der Karte zur Kenntnis zu nehmen. Versuchungen sind derer viele, aber wir bleiben eisern bei unserem Vorhaben.
Das Essen kommt dann im normalen Zeitrahmen: Die gebackenen Karpfen sind absolut vorzüglich und selbst dem germanistisch promovierten Verzehrer des Schäuferle gehen irgendwann die Superlative aus. Wir einigen uns einhellig auf 11 von möglichen 10 Punkten fürs Essen.
Man könnte jetzt gut und gerne den Rest des Nachmittages hier verbringen, ein Liegestuhl drüben im Biergarten wär’ jetzt das Nonplusultra… aber das Museum* wartet.

Kohlenmühle

*) Wer noch nicht dort war und meint, zum Thema Karpfen ließe sie kaum spannendes und interessantes mitteilen, möge sich dort gern eines besseren belehren lassen!

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Hexenhäusla, Nürnberg

Beim Nürnberger Hexenhäusla sticht zunächst mal die absolut wunderbare Lage am Vestnertorgraben -direkt hinter der Burg- ins Auge. Ein Segen, der dem Besucher des im übrigen sehr hübsch angelegten Biergartens einen herrlichen Blick auf die Burg beschert und darüberhinaus den Biergarten selbst mit einem stetigen Zustrom an Touristen versorgt. Und genau da scheint sein Problem zu liegen:
Wenn die Gäste ohnehin kommen, reichts auch, wenn die Speisekarte eine eher magere Auswahl an Speisen und Getränken bietet. Und das Personal hat wenig Motivation, besonders freundlich und ambitioniert daherzukommen. Nicht, dass man hier betont unfreundlich bedient würde, aber irgendwas fehlt halt. Und der Karte (die den Salat mit Putenbruststreifen ausdrücklich als vegetarisch anpreist) könnte auch noch der eine oder andere Schliff verpasst werden. Warum es z.B. das Chili con carne nur mit Ofenkartoffel gibt und nicht ohne, bleibt schleierhaft.
Das, was wir dann allerdings bekamen, schmeckte recht lecker und die Preise halten sich für das touristische Umfeld noch im Rahmen.

Ein Fazit lässt sich schwer ziehen. Wo Massen an Touristen ihr Schnitzel oder ihre Bratwürste verspeisen, ziehts die Einheimischen nun mal nicht so sehr hin. Wem das nichts ausmacht, der kann – sofern er mit den oben genannten Einschränkungen klar kommt – hier in lauschiger Atmosphäre seinen Feierabend genießen.

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Restauration Kopernikus, Nürnberg

Auf der alten Burgmauer – unweit vom Cinecitta’ auf der hinteren Insel Schütt – lässt sich ein lauer Sommer-Nachmittag und/oder -Abend gar vorzüglich verbringen.
Vorausgesetzt, man findet Platz.
Denn ein Geheimtipp ist die Restauration Kopernikus nebst ebendort gelegenem und von unten kaum wahrzunehmendem Biergarten längst nicht mehr. Zumindest an warmen Samstagabenden sollte man bei mehr als zwei Personen wohl besser reservieren.
In dem auch unter dem Namen Krakauer Haus bzw. Krakauer Turm bekannten Restaurant werden (wer hätte das vermutet?) polnische Spezialitäten wie Borschtsch, Piroggen und Bigos angeboten, daneben aber auch die fränkischen Klassiker. All das in bester Qualität, herrlicher Atmosphäre und zu kommoden Preisen.
Ein ganz großes Lob auch an die Bedienungen, die trotz voller Besetzung absolut flott, professionell und freundlich agierten.
Das nicht angebotene Kristallweizen lässt sich angesichts der überdurchschnittlichen Auswahl an alternativen fränkischen Hopfengetränken ganz gut verschmerzen :-)

Restauration Kopernikus

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Garten Athen, Nürnberg

In einer Zeit, in der die Medien ständig über den Bankrott und die Streiks in Krisenla… Griechenland berichten, kann einen leicht der Gedanke ereilen, die vom Staat geforderten privaten Beteiligungen wörtlich zu nehmen und selbst mal ein paar Euros nach Athen zu tragen.
Was in diesem Fall sicherlich eine gute Investition war.

Als Gegenleistung bekamen wir in Schniegling zunächst mal einen herrlichen Biergarten, der für einen normalen Wochentag auch noch überraschend gut besucht war. Bäume und große Sonnenschirme auf geschottertem Platz mit vielleicht 150 Sitzgelegenheiten – alles was ein Biergarten braucht, sogar ein überdachter Bereich ist vorhanden. Recht flott waren die umfangreichen Speisekarten am Tisch: Die Auswahl an Gerichten und gemischten Tellern und Platten überrennt spielend die endliche Anzahl an griechischen Städten und Inseln und erreicht schließlich sogar olympische Dimensionen (Marathonteller!).
Auf das nach schwerer Entscheidung bestellte Essen mussten wir nicht allzu lange warten; die Tester (heute mal 5) waren danach überwiegend glücklich und satt.
Das Preis/Leistungs-Verhältnis erscheint uns angemessen bis gut.
Die Bedienung war aufmerksam und freundlich.

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